Una Aventura Riquisima

von 14 stephanie

Liebe geht durch den Magen, und ich bin verliebt! Also keine Sorge, ich hab nicht vor, einen Tico mit nach Alemania zu bringen. Oh sí amigos, ich rede von einem, wenn nicht DEM Pfeiler lateinamerikanischer Kultur. Ich rede von dem Scharfen und Salzigen, dem Süßen und Milden, dem Frischen und Knackigen, welches so manche Mitteleuropäer in die Knie zwingen kann. Dem Essen.

Das klingt erst mal so als ob ich euch eine Werbebroschüre für eine neue Restaurantkette andrehen will. Heute nicht. Wer mich kennt weiß, dass ich von Sachen die mich begeistern, schnell wie ein Staubsaugervertreter klingen kann ... da müsst ihr jetzt durch, denn zum nachkochen werdet ihr hier auch einiges finden.

Doch wir beginnen da, wo Abenteuer halt anzufangen pflegen. Am Flughafen.

In San José angekommen, sitzen wir nun seit halb 5 morgens mit unseren Koffern vor dem Flughafen. Das übliche Flughafengetümmel setzt langsam ein. Immer mehr und mehr Taxifahrer tümmeln sich während wir Ausschau nach Hermann, Tabea oder Miguel halten. Airportsecurity huscht hier und da vorbei. Einer läuft mit vier Säckchen mit Früchten Richtung Airport. Grüne Tomaten? Limetten? „Que es eso?“ ruf ich. „Jacote“ kommt es zurück, „Es rico“. Uns wird ein Beutel gereicht. Huch, aber nett! „Gracias!“ kann ich nur hinterherrufen, der freundliche Securitymann ist schon fast außer Hörweite. Die Früchte sind grün bis rötlich und wir lassen nicht lange auf uns warten, probieren mal. Scheinen hmm... interessant zu schmecken, haben eine essbare Haut und einen großen Kern. Erinnert an Mango Lassi, oder tropischen Cocktail mit Milch... es ist nach acht und wir werden endlich abgeholt....Beziehungsweise unser Gepäck. Wir müssen mit Tabea den Bus nehmen.

Fast forward, sind wir an einer Brücke angekommen, an der es viele Krokodile gibt. Auf Miguel wartend haben wir uns schon was geschnappt. Frisch aufgehackte Kokosnuss, Pura Vida, tut das gut! Der ein oder andere schnappt sich Bananenchips, oder eine Maracuja zum löffeln. Natürlich dürfen alle mal probieren. Miguel kommt, aber anstatt direkt zum Regenwald zu fahren, in dem wir die nächsten 2-3 Wochen verbringen wollen, essen wir erst mal in der Gaststätte direkt an der Brücke. Alle bestellen frisch gepresste Früchtsäfte und ich bestell mir eine Plata Especial des Hauses. Was ich bekomme ist Reis mit Bohnen, „Gallo Pinto“ genannt, ein kleines Steak, Gemüse, Hühnchen, Salza und ein bisschen Nudelsalat. Frag mich nicht wie der Koch auf diese Zusammensetzung kam, oder wie das alles auf ein Teller passte, aber in unserer kulinarischen Reise waren wir doch irgendwann im Regenwald angekommen.

Über das Projekt, welches wir besuchen, solltet ihr auf jeden Fall in anderen frischen Blogbeiträgen hier lesen, El Koridor ist ein Aufforstungsprojekt von Arbofilia. Hier ist eine Station, wo wir zwei freundliche Freiwillige treffen, die uns diese Tage begleiten/herumbossen/helfen werden. Ich stelle vor: Fania und Martin. Außerdem gibt es Giovanni, der hier arbeitet, und seine Frau Noemi, die kocht, und der ich schon allerlei Rezepte entlocken konnte.

Ich muss irgendwie ein Ende finden, denn es ist schon spätabends. Der Ankunftstag ist schon 9 Tage her, es gibt viel Leckeres von dem ich euch erzählen könnte, aber das hat Platz in einem anderen Blogeintrag.

Wie versprochen gibt es aber zum Schluss ein Rezept zum nachmachen,
hier ist das allseits bekannte Nationalgericht, „Gallo Pinto“ oder Reis mit Bohnen:

Gallo Pinto
Man nehme: Reis, Zwiebeln, Bohnen
Man koche die Bohnen und lasse sie ziehen bis sie matschig sind. Den Reis kocht man. Die Zwiebeln brät man in der Pfanne. Schließlich haut man alles in einem Topf zusammen. Das kriegt sogar der kochfaulste Student hin.

Im nächsten Blog erzähl ich euch wie aus diesem „Essen der Armen“ ein Frühstück der Könige wird.

In diesem Blog darf ich eigentlich nicht fluchen, aber Verdammt ist das Essen hier lecker!

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