Die Frucht der Sucht

by 15 kai  


Leckere Frucht: Mamones

Nun bin ich einige Wochen im Korridor und beginne mich allmählich an die Gegebenheiten zu gewöhnen. Bisher habe ich viele positive Eindrücke gesammelt und die Euphorie ist noch groß. Eine Sache, oder viel mehr eine bestimmte Frucht, hat dabei einen erheblichen Teil dazu beigetragen: die Mamones.

Die Mamones ist eine ca. pflaumengroße Frucht. Sie wächst an Bäumen, welche bis zu über 5 Meter hoch werden können. Bei der Ernte braucht man daher ein bestimmtes Erntegerät. Es besteht aus einem sehr langem, robusten Stock an dessen Ende eine Art Schere befestigt ist, mit der man Äste gut durchtrennen kann. Diese wird mit einer Kordel betätigt welche man in der anderen Hand festhält. Die teils gelben, teils roten Früchte, besitzen auf der Außenseite ihrer recht weichen Schale einige, antennenartige Fortsätze. Um an das Fruchtfleisch der Frucht zu gelangen, welches einer Lichee gleicht, kann man die Schale mit der Hand zerdrücken oder sie mit den Zähnen zerbeißen. Je nach Art des Baumes ist das Fruchtfleisch entweder süß oder sauer, welches man dann von dem ca. 2-3 cm großen Kern abkauen kann.

Eine Sache ist jedoch komplett artenunspezifisch … nämlich das diese Früchte süchtig machen, sodass die meisten Freiwilligen (ich auch) besessen von dem Geschmack dieser Frucht sind.


Ungeöffnete Frucht am Boden

Auf dem Agroforstsystem der Station stehen auch einige verschiedene Arten von Mamonesbäumen. Da man in Zukunft auch einige Früchte verkaufen will, sollten wir in Form einer Kostprobe, die „schlechten“ Arten ausselektieren. Die Ticos mögen eher das süße Aroma. Faktoren wie Größe, Aussehen und die Löslichkeit des Fruchtfleisches vom Kern spielen dabei auch eine wichtige Rolle. Letztlich werden dann die „guten“ Bäume, die diese Faktoren erfüllen, vermehrt, sodass sich der Verkauf lohnt.

Mein persönliches Fazit: Ich habe eine, für mich komplett neue Frucht kennengelernt, die es so richtig in sich hat.

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