Es bewegt sich was – Die Finca Esperanzita erwacht vorübergehend aus seinem Dornröschenschlaf!

von 14 sarah


Brücke fast fertig

Mithilfe zweier weiterer Freiwilliger konnten 3 Schafsgehege geschlossen werden und eine neue Brücke am 29.03.16 ihr Bestehen feiern. Es geht voran auf der Finca Esperanzita, der Wiege des organischen Anbaus in den feuchten Tropen, mit Sitz in Nueva Guinea. Dank des Besuchs meiner beiden Cousins Lukas r. frd. Schmied, auf Wanderschaft (28) und Julius, Landwirtschaftsstudent (24), beide aufgewachsen in einer Bauernfamilie, konnten wir die Probleme, die sich in 4 Monaten angehäuft hatten, in wenigen Wochen grob beheben. Dies ändert jedoch nichts an der schwierigen Gesamtsituation der Finca, die chronisch unterbesetzt ist.

Seit dem krankheitsbedingten Ausfall und der anschließenden Kündigung des Hauptmitarbeiters, hat sich die Lage der Finca extrem verschärft. Seit Januar 2016 gibt es nur noch den in Teilzeit angestellten Koordinator Abel. Zusammen mit ihm haben wir drei Freiwilligen seit November versucht, einen in Vollzeit angestellten Schäfer und einen Agroforstmitarbeiter zu ersetzen.


Auch die Promotoren von sano y salvo halfen mit

Alle halfen mit

Am zweiten Bautag. Fast fertig

Die Träger-Stämme sind recht schwer

Ein Teil der Materialen muss entrindet werden

Lukas sägt den Trägerbalken

Lukas und Julius spannen den Draht

Ochsen ziehen den Trägerbalken

Dass dies nicht funktioniert, liegt jedoch nahe. Es fehlt an allem: Uns als Freiwilligen an Fachkenntnissen, teils an Stärke und an Anleitung in den Prozessen und dem Koordinator an Zeit sowie Organisation. Es fehlte vor allem an Zäunen, um den Arbeitsaufwand mit den Schafen auf der Finca so gering wie möglich zu halten und unsere Arbeitszeit effektiv für die Instandhaltung und ein paar kreative Ideen einzusetzen.

Mit den tatkräftigen Händen von Lukas und Julius konnten in weniger als zwei Wochen die Zäune von drei Gehegen soweit geschlossen werden, dass die Schafe nur noch in Teilzeit beaufsichtigt werden müssen. So bleibt sowohl Abel und uns die Zeit, anderen wichtigen Aufgaben, wie der Pflege des sieben Hektar großen Agroforstes und der Verarbeitung der Produkte, auf der Finca nachzugehen.

Auch die vor einem Jahr zusammengebrochene Hauptbrücke konnte mit dem Tatendrang von Lukas repariert werden. Er hat es geschafft, Abel während seines 5-wöchigen Aufenthaltes durch sein kompetentes Auftreten und sein handwerkliches Improvisationsvermögen zu überzeugen, dass jetzt der ideale Zeitpunkt sei, lange Zeit liegengebliebene Arbeit anzupacken. Drei Tage Sägearbeiten und zwei Tage reinen Brückenbau hat es gekostet bis die neue 8,30 Meter lange Brücke wieder die Hauptgebäude der Finca mit den zugehörigen Wirtschaftsflächen verbindet.

Drei Tage vor der Abreise von Lukas haben wir bis in die Nacht hinein gearbeitet, damit Brücke noch vor seiner Abreise fertig gestellt werden kann. Sie erlaubt nunmehr wieder einen reibungslosen Arbeitsablauf auf der Finca sowie die sichere Überquerung des Flusses für Besuchergruppen. Ein zusätzliches Tor verhindert zudem, dass die Schafe über die Brücke aus ihrem Gehege entweichen können.

Wir drei Freiwilligen begießen das schnelle Vorwärtskommen durch die beiden Jungs und sind Ihnen sehr dankbar dafür, dass sie ein wenig Schwung in die sich im Dornröschenschlaf befindende Finca Esperanzita gebracht und weitere Arbeitsprozesse erleichtert haben. Wir nehmen immer wieder gern solche fleißigen und handwerklich geschickten Wichtelmännchen bei uns auf und freuen uns auf jede Unterstützung von außen.



























































BlogNo:15

1 Kommentar

Kommentar von: Marleen [Besucher]

Hey ihr Lieben!!
Das freut mich sehr und ich wünsche euch auch weiterhin diesen Schwung. Hoffentlich hält dieser an und steckt alle mit an.
Am liebsten würde ich ja in dem letzten Monat kommen, wenn Clara alleine ist.
Aber es ist noch nicht sicher, versicherungstechnisch….
Viele Grüße,
Marleen

16-05-20 @ 22:03


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