Wenn der Nationalbaum fällt – ein kurzer Denkanstoß

von 16 anna  


Paradies?

Der Guanacaste (Enterolobium cyclocarpum), oder zu deutsch Ohrenfruchtbaum, ist ein mächtiger Baum mit weit ausladenden Ästen und einer schirmförmigen großen Krone. Er kann bis zu 35 Meter hoch werden und der Stamm einen Durchmesser von 3 Metern erreichen. Nach ihm ist die Provinz Guanacaste im Nordwesten Costa Ricas benannt. Und er ist der Nationalbaum Costa Ricas.

Ein Prachtexemplar dieses schönen Baumes stand lange Zeit an der steilen Straße zu unserer Finca und spendete dort auf dem sonst sehr sonnigen Weg erfrischenden Schatten. Bestimmt mehrere hundert Jahre war er dort gestanden und hatte Schatten gespendet, seine mächtigen Wurzeln tief in die Erde gegraben und jedes Jahr eine Menge Früchte getragen, die Tieren als Nahrung dienten und deren Samen nebenbei bemerkt äußert hübsch sind.




Plattgemacht

Früchte des Baums

Dann an einem Montag Vormittag vor einigen Wochen wurde dieser Baum gefällt. Einfach so. Warum? Weil er den Besitzern des Grundstücks keinen besonderen Nutzen zu bringen schien, wenn man ihn fällen ließe könne man wenigstens das Holz verkaufen. Man verdient nicht viel mit solchem Holz, aber wenigstens bekommt der Baum so einen Zweck.

Wir haben dem umgefallenen Riesen säckeweise Früchte abgepflückt, um aus den Samen viele neue Guanacaste ziehen zu können und schließlich die Kinder dieses prächtigen Baumes auf unserer Finca pflanzen zu können. Doch regt es einen zum Nachdenken an. Während auf der einen Seite des Weges mühsam Bäume gepflanzt werden, werden genau solche auf der anderen Seite gefällt. Wie viele Bäume bleiben am Ende, wenn die Mehrheit der Landbevölkerung so denkt, wie die Besitzer dieser Finca?




















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