Veda-Zeit. Wenn Arbeit illegal wird ...

von 17 jeanne  


Golf von Nicoya

Für die einen ist Veda ein Segen, für andere ein Fluch. Doch was ist den überhaupt Veda?

Die Zeit der Veda ist bei den Fischern kein unbekannter Begriff, hat aber im offenen Meer keinerlei Bedeutung oder Einschränkungen zur Folge. Veda gibt es nur in einem Golf, wie dem von Nicoya .

Die Veda-Zeit besteht aus drei Monaten, bei uns in den Monaten Juni, Juli und August. In dieser Zeitspanne reproduzieren sich die Fische und andere Meeresbewohner des Golfes. Wenn in dieser Zeit gefischt wird, leiden die kleinen, jüngeren Fische stark darunter. Werden sie so klein gefischt und damit getötet sind die Folgen gravierend. Der gesamte Kreislauf wird dadurch unterbrochen, denn wenn immer weniger Fische bis zur nächsten Veda-Zeit überleben, können sich auch weniger fortpflanzen. Dies würde zur Folge haben, dass es immer weniger Fische gibt.









Dazu kommt, dass mit den illegalen Methoden ein noch viel größerer Schaden angerichtet wird.
Die Methode mit „malla“ ( „ll“ wird wie ein j ausgesprochen), also mit einem Netz zu fischen ist denke ich, die häufigste Methode wie Fischer zu zweit oder dritt in kleinen Booten auf den Golf hinaus fahren. An sich ist diese Methode nicht illegal, kann es aber werden, wenn das Netz nicht die richtige Maschenweite hat. Ist die zu klein, verhindert es nämlich die Aussortierung der Fische, die eigentlich noch zu klein sind um gefischt werden zu können. Da keine Fischerei zu kleine Fische nimmt, werden sie dann tot ins Meer zurück geworfen.

Wenn die Veda-Zeit anfängt, darf also kein Fischer mehr seiner Arbeit nachgehen. Es ist illegal zu fischen, aber wie verdient man dann sein Geld? Da kommt der Staat zur Hilfe. Um diese Hilfe zu erhalten müssen die Fischer zwei Dinge erfüllen: Erstens müssen alle ein „seguro“ (Versicherung) haben. Diese Versicherung kostet pro Monat zwischen 16.000 und 18.000 CRC (das sind umgerechnet 24 – 27 €). Und zweitens müssen sie eine Fischerlizenz haben. Aber auch die Pioniere, also die Fischer, die keine Lizenz haben, aber mit einer Person fischen gehen, welche eine Lizenz besitzt, kann die Hilfe auch bekommen, solange sie versichert ist.

Die Hilfe besteht derzeit aus 145.000 CRC, was ca. 220€ sind. Nehmen wir an, dass eine Familie aus einem Fischer, seiner Frau, die vermutlich nicht arbeitet (Hausfrau ist der häufigste Beruf der Frau hier) und 3 kleinen Kindern besteht (es sind öfters auch mal mehr), dann reichen diese 220€ nicht aus.

Viele Männer gehen deshalb trotz der Veda illegal fischen. Es ist bekannt, dass dies ein großes Problem ist. Meine Organisation und Incopesca streben eine Besserung an und haben deswegen etwas organisiert..















BlogNo:06

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