Silvester mal ganz anders

von 18 julia  


Die Diablitos mir ihren selbst hergestellten Masken

Silvester haben Jassin, Janosch, Mariam und ich, in dem indigenen Dorf Boruca gefeiert. Jährlich findet dort vom 30. Dezember, bis zum 2. Januar des neuen Jahrs, die „Fiesta de los Diablitos“ statt. Eine Festlichkeit die den Kampf der Indigenen, gegen die Spanischen Kolonialisten darstellt.

Die Indigenen ziehen dabei mit wunderschönen selbst hergestellten und bemalten Masken von Haus zu Haus, durchs Dorf und werden dabei reichlich mit Chicha versorgt, einem alkoholischen Getränk aus fermentiertem Mais. Über drei Tage hinweg wird das dann täglich fortgeführt, von Sonnenschein und reichlich Alkohol begleitet. Das Fest endet dann im finalen Stierkampf, bei dem alle Diablitos gegen den Stier kämpfen, einem mit Stierkostüm verkleideten Mann, der die Spanischen Kolonialisten verkörpern soll. Final endet es dann im Verbrennen des Stierkostüm und symbolisch im Sieg gegen die Spanischen Kolonialisten.

Durch Janoschs weitläufige Kontakte, hatten wir das Glück in dem Garten einer dort ansässigen Familie zu nächtigen und deren unglaubliche Gastfreundschaft kennen zu lernen. Die Gastfreundschaft dieser Familie hat bei mir echt einen bleibenden Eindruck gemacht, die Tür stand dort für jeden offen, dass selbst Personen die nicht zur Familie gehören jedes Jahr aufs Neue dieses Fest mit ihrer „neuen Familie“ feiern. Es war auch eine völlige Selbstverständlichkeit für sie, dass drei Deutsche in ihrer Küche standen und kochten.

Stirnrunzeln hat nur unser „muy aleman“ Gericht Nudeln mit Karotten und Zimt ausgelöst aber wurde nach dem Probieren mit einem Lächeln und „muy rico“ abgetan. Dass wir kochen mussten war aber eher selten der Fall, da wir von den Nachbarn gerne auch zu Tamales und Pinto eingeladen wurden.

Der besagte Nachbar hat uns abends dann noch Tanzstunden gegeben, damit wir abends auch das Tanzbein im Salon-Comunal schwingen konnten. Janosch als erprobter Folklore Tänzer hatte Jassin und mir da auf jeden Fall einiges vor raus.

Das neue Jahr wurde dann allerdings wie in Deutschland mit Silvesterraketen begrüßt war aber trotzdem was ganzes anderes und eine wunderschöne Erfahrung, an die ich mich noch lange zurück erinnern werde.

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