Unterschriftenaktion - Gold kann man nicht essen

von manali_12  


Zum Zähne ausbeißen.

Nach einem Protestmarsch von Crucitas nach San José und einem Hungerstreik vor der Präsidentenresidenz im Oktober 2010 wurden im November des selben Jahres mit dem Verbot des offenen Tagebaus im Allgemeinen und dem Verbot der Zyanidnutzung im Bergbau, auch für Crucitas, zwei wichtige Gerichtsentscheidungen gefällt.

Dessen Betreibergesellschaft Infinito hatte vom vorherigen Präsidenten Arias 2008 (vermutlich nach Bestechung) für ihr Projekt eine Ausnahmegnehmigung erhalten, um Regenwald abzuholzen, das es sich angeblich um ein Projekt nationalen Interesses handelte. Irgendwie war es das auch - im nationalen Interesse der Bevölkerung lag aber vielmehr der Widerstand und die Verhinderung des Projekts.

Die Betreibergesellschaft Infinito hatte laut Gerichtsbeschluss von November 2010 nur unvollständige Umweltstudien vorgelegt, womit der die Genehmigungen nichtig wurden. (Das Umgehen der Umweltstudien, oder deren Fälschung, scheint hierzulande ein beliebtes Vorgehen zu sein, um zweifelhafte, und umweltbelastende Großprojekte durchzuführen. Denn auch im Falle des Yachthafens in Puerto Jimenez oder des Riesenstaudamms Diquis wurden von Kritikern wiederholt fehlende oder falsch durchgeführte Umweltstudien kritisiert.) Infinito musste im Fall von Crucitas schließlich nicht nur seine Aktivitäten stoppen, sondern wurde auch dazu verurteilt, die Wiedergutmachung für die verursachten Umweltschäden zu bezahlen.

Natürlich nahmen die das nicht so einfach hin - ein erster Gegenschlag war der Einspruch gegen die Gerichtsentscheidung in Costa, der jedoch im November 2011 abgewiesen wurde. Damit waren die Rechtsmittel der Firma in Costa Rica erschöpft.


Schmeckt auch nicht besser.

Im Jahr 2013 geht der Streit trotzdem weiter: Infinito fordert nun im Rahmen eines Investor-Staat-Scheidverfahrens 1 Milliarde US-Dollar von Costa Rica - das Argument ist: Costa Rica habe den bilateralen Investitionsvetrag zwischen Canada und Costa Rica verletzt, und Infinito durch die Investitionen im Vorfeld der Gerichtsentscheidung hohe Verluste gemacht. Den Schaden, den sie selbst ohne ordentliche Genehmigung auf einer 300 Hektar großen Fläche ehemaligen Primärwalds angerichtet haben, berücksichtigen sie natürlich nicht. Er ist leider auch kaum mit Geld zu begleichen. Auch Papier kann man nicht essen - und es bietet keinen Lebensraum für die Tier- und Pflanzenaren des Primärwalds.

Vergesst nicht die Unterschriftenaktionen

Unterschriftenaktion gegen Goldminenprojekt in Crucitas, Costa Rica.
Aktion 1 unterzeichnen: http://action.sumofus.org und
Aktion 2 hier unterzeichnen: you.leadnow.ca

Und mehr zum Thema:
Hungerstreik gegen Goldmine und Regenwaldzerstörung
Goldmine gestoppt - 10 : 0 für die Natur
Goldgier
www.infinitogold.com
3 years after Costa Rica kicked out gold-mining company, legal battle continues

Bildquellen:
Bild1: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Native_gold_nuggets.jpg
Bild 2: http://www.cruells.fr/costarica/monnaie-costarica/monnaie.html (13.12.2103)

1 Kommentar

Kommentar von: Sarah [Besucher]

so zweimal unterzeichnet ;)

13-12-20 @ 08:43


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