Kategorie: "dazugelernt"
Tag der Schlachtung
Am 05. August 2023 sollte ich ein Schwein schlachten. Ich befand mich zu dieser Zeit in China Kicha, einem indigenen Dorf der Cabecar zentral südlich von Costa Rica, in der Nähe der Stadt Perez Zeledon. Da ich im Vorhinein schon mit vielen Leuten darüber gesprochen habe, dass ich in Costa Rica schon einmal ein Huhn getötet habe und gerne mal die Erfahrung machen würde, ein Schwein zu schlachten, wurde mir von Juan, meinem Nachbarn, angeboten dies auch zu tun. Die Eltern von Juan besaßen ein Schwein, welches bereit war geschlachtet zu werden.
Eine biologische Chili-Farm in La Potenciana

Blick von Potenciana Richtung Westen
Biologisch? In Costa Rica? - Ja, richtig gelesen. Hoa und ich durften uns einen Chili-Anbau ansehen, der ganz ohne chemische Pestizide gut funktioniert. Nach einem einstündigen Fußweg ab unserer Einsatzstelle und wunderbaren Aussichten waren wir dort. Der Farmer weist uns darauf hin, dass seines eines der sehr wenigen biologisch angebauten Felder im Land ist. Nach einem ereignisreichen Leben kümmert sich der gebürtige Italiener nun also um Chilis verschiedener Schärfegrade im abgeschiedenen Potenciana.
Liegengebliebene Tagebücher

Hoffentlich sind wir beide ähnlich gestrickt, wenn es um jahrelang liegengebliebene Tagebücher geht, die man irgendwann in einer Episode der Langeweile oder des Aufräumens wiederfindet und mit einer Gänsehaut aus Fremdscham durchliest. In meinem Fall vor einigen Minuten aber, empfand ich es wunderschön, meinen Quartalsbericht aus Januar wiederentdeckt zu haben, der all die wirren Gedanken dieses besonderen Jahres festhält und daher denke ich, es gibt keinen besseren Moment einige Passagen zu veröffentlichen als jetzt, ein halbes Jahr später.
Lernen lernen.
So stand es auf den orangenem Hefter, den ich am ersten Schultag am Gymnasium 2014 in die Hand gedrückt bekommen habe. Meine neue Klassenleiterin meinte, dass Lernfähigkeit und nicht etwas schöne Deckblätter und neue Stifte uns weiterbringen würde. Also beschäftigten wir uns damit, Lernen zu lernen.
Verbrannt

Palo Verde in Flammen
Am 24. April wachte ich mit einem für die Jahreszeit ungewöhnlich bewölkten Himmel auf. Es war ein drückende Stimmung und darunter mischte sich der Geruch nach Angebranntem. Auch am nächsten Tag klärte der Himmel nicht auf und es kam mir seltsam vor. Bis meine Gastschwester mir eröffnete, dass der Himmel nicht wegen einiger Wölkchen grau war, sondern wegen großer Rauchwolken, die vom Nationalpark Palo-Verde herüber zogen.
Krankenhauskrise
Ich war nie zuvor in meinem Leben so oft krank und in einem Hospital, wie die vergangenen Monaten. Fast alle zwei Wochen sprach ich mit einen neuen Arzt über eine bakterielle Fußentzündung, etliche Blasen/Nierenentzündungen und Ohnmachtsanfälle. Die eigentliche Krankenhauskrise aber besteht eigentlich daraus, dass ich das Gesundheitssystem hier schlichtweg verdamme.
Einsatz bei den Mangroven

Auf dem Weg durch die Mangroven zur Parzelle.
Für vier Tage hatte ich die Gelegenheit, aus der Halbinsel Osa herauszukommen und das Feuchtgebiet Terraba-Sierpe zu besuchen. Es ist das größte Feuchtgebiet … an sich ist es noch Teil der Peninsula, aber geographisch gesehen befindet es sich nicht mehr auf der Halbinsel.
23-08-17 00:19:00, 
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