Kategorie: "Einsatzstelle/Arbeit"
Auf zu Arbofilia, auf dem Weg in den Regenwald.
Regen. Wald. Endlich! Es regnet in Strömen, es schüttet buchstäblich Wasser vom Himmel. Angekommen im Regenwald. Seit etwas mehr als einer Woche bin ich nun im so genannten Korridor von Arbofilia – einer Umweltorganisation, die sich die Wiederherstellung von Natur und Kultur verschrieben hat – gelegen im Westen von Costa Rica, unweit vom Pazifik und an der Grenze zum Carara Nationalpark. Es ist fast, als würde ich ein zweites Mal in Costa Rica ankommen und fühlt sich unglaublich gut an, hier zu sein. Schon die Anfahrt nach El Sur – so heißt der kleine Ort mit einer Handvoll Häusern – und die Begegnung mit Miguel, dem Denker und Lenker von Arbofilia, war sehr spannend.
Alltag
Der Wecker klingelt um 6 Uhr morgens und erinnert mich daran, dass ich aufstehen muss. Eigentlich überflüssig den spätestens um 5 Uhr werde ich von den Geräuschen des Waldes und kurz darauf dem Geschrei meiner kleinen Gastschwester geweckt, mit dem sie jeden neuen Tag begrüßt.
Hochwasser
Die Atlantikküste Costa Ricas liegt im Gegensatz zur Pazifikküste in den immerfeuchten Tropen, hier regnet es das ganze Jahr über gleichmäßig. Das gilt auch für Talamanca. Die Böden sind demzufolge in der Regel die ganzjährigen Wassermassen gewöhnt. Überschwemmungen wie es sie im trockenen Guanacaste im letzten September/Oktober gab, sind eher selten. Letztens regnete es jedoch fast 2 Tage ununterbrochen und es waren auch hier Flüsse über die Ufer getreten, und andere Wege wurden zu Flüssen.
Auf den Spuren von Nils, Sven, Martin und Frank
Nachdem ich bereits im letzten September zusammen mit Sven und Nils die Station von Arbofilia in El Sur kennenlernen durfte, einen Teil des Korridors begehen und meinen ersten und einzigen Baum pflanzen konnte, war es nun an der Zeit ein zweites Mal zur Station zu fahren und diesmal aktiv zu pflanzen, düngen und Beete für die Baumschule vorzubereiten.
Film: Der bittere Geschmack der Ananas
Ananas finden die meisten lecker in Deutschland. In Costa Rica, wo die Früchte unter anderem angebaut werden, sind die Folgen der Produktion nicht ganz so toll. Es gibt Umweltschäden, die Expansion der Produktion macht immer mehr Bauern landlos oder/und zu Plantagensklaven ... und es gibt Gemeinden, die den Ananasproduzenten die Rote Karte zeigen und Moratorien verabschieden, die neue Plantagen verbieten.
Plant some trees ... was das alles Arbeit macht!
Hoffentlich fängts nicht gleich zu regnen an... Noch scheint die Sonne. Bis zur Oficina schaff ich's noch. Heute ist Sonntag und ich habe mal morgens Zeit, die Mails abzuschicken und – wenn der Akku es hergibt die zeit.de-Seite zu laden. Ich bin gerade auf dem Weg zur „Oficina“, einem – man kann es nichtmal Verschlag nennen – einem Unterstand aus zwei größeren Ästen, einer Latte und einer Plastikfolie obendrüber.
Unterwegs
Immer wieder besteht die Notwendigkeit, sich in andere Gemeinden zu begeben und da diese eher selten an einer der wenigen Hauptverkehrsadern Costa Ricas liegen, muss man sich auf zahlreiche Zwischenstopps mit längeren Wartezeiten einrichten.
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