Die Träume der Stadtgärtner

Stell dir vor, du gehst durch die Innenstadt und kannst überall zwischen dem Grau, des Betons und Asphalts grüne Tupfer erkennen. Du näherst dich einem öffentlichen Platz und siehst kleine Gemüsebeete. Neben den Bänken findest du Kästen mit Möhren, Tomaten und Salat, die zum Ernten einladen. Autos fahren schon längst nicht mehr durchs Zentrum und statt der Abgase steigen dir Kräuterdüfte in die Nase.
Tamarindo
heute möchte ich nur vom vorletzten Samstag berichten, da leider in den vergangenen beiden Wochen nicht viel Neues passiert ist. Dieses Wochenende waren eine andere Freiwillige und ich am Strand „Tamarindo“.
Machismo 1.0
Kürzlich habe ich zum ersten Mal ein Bild davon bekommen, was man von deutschen weiblichen Freiwilligen denken kann. Langsam setzt sich alles zusammen; was für ein Mensch bin ich für (vielleicht) einen Großteil der Organisation und wahrscheinlich auch den Rest von Guanacaste.
Über die Scham Bäuerin zu sein – Ein Denkanstoß
„Die Bäuerin kommt mal wieder nicht mit feiern, weil sie ihren Eltern bei der Arbeit helfen muss“, sagen sie hinter meinem Rücken, während sie an ihrem Superfood-Smoothie mit Chia-Samen aus Peru nuckeln und in ihren Sandalen von Primark zur Uni-Mensa stolzieren. Junge Frauen, in deren Augen die Arbeit auf dem Land minderwertig, verachtenswert und primitiv ist. Etwas für das man sich schämen sollte?
Ein erfreulich schönes Missverständnis
Als ich am Vorabend meine Gastmutter fragte, was Morgen anstehe und wann ich aufstehen müsse, habe ich nur irgendwas von 5 Uhr in der Früh aufstehen, um den Bus zu nehmen und einen Spaziergang machen verstanden. Da meine Spanisch-Kenntnisse noch gegen 0 gingen hatte ich also keine Ahnung was wir am nächsten Tag unternehmen würden. So stellte ich mir den Wecker auf 4.55 Uhr und schlief neugierig ein, was am nächsten Tag anstehen könne.
Ein Anfang, der auch ein Ende ist
„Ein Ende das auch ein Anfang ist“ mit diesen Worten wurden wir vor mehr als drei Monaten, nach dreizehn Jahren, von der Schule verabschiedet. Unweigerlich erinnert fühlte ich mich an diese Worte, als wir nach den ersten zwei Wochen im Korridor zu unseren Projekten aufbrachen. Wieder ging etwas zu Ende, was gleichzeitig der Beginn von etwas Neuem war.
Das Leben mitten im Regenwald - als ich neulich die Küche putzte
Das Leben im Korridor kann man sich durch und durch harmonisch vorstellen. Unser Haus liegt direkt an dem tollen Fluss zum Baden und rundum umgeben von Urwaldbäumen. Wir leben hier meistens in harmonischer Eintracht und sehen täglich exotische Tiere wie die Weißschulterkapuziner-Affen, Tukane oder Nasenbären. Man hört ständig die Geräusche des Waldes, des Regens, der auf das Stationsdach prasselt, und der Zikaden und Vögel. Durch und durch harmonisch also.
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16-11-02 13:16:00, 
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