Kategorie: "Reflexion"
Costa RICA = Entwicklungsland?
Wer an Entwicklungsländer denkt, denkt meist an Armut, Hungersnöte, politisch instabile Regime, Bürgerkriege, mangelhafte medizinische Versorgung und fehlende Schulbildung der Bevölkerung. Costa Rica verbinden die meisten, sofern ihnen das Land überhaupt bekannt ist, mit malerischen Stränden und einem unglaublichen vielfältigen Ökosystem. Vollkommen zu Recht.
Ein- und Abdrücke, die Spuren hinterlassen.
Dienstagsabends im Vorbereitungsseminar schrieb ich in einen Fragebogen zu meinen persönlichen Zielen und Erwartungen für das Jahr in Costa Rica: Geduldiger werden. Gleich nach unserer Ankunft am Flughafen hatten wir ja bereits unsere erste Lektion in diesem Fach gelernt.
Frische Früchtchen selbst gepflückt
Der dritte Tag unserer 12 Monate in Costa Rica geht gerade dem Ende entgegen. Das ist noch zu wenig Zeit um ein Urteil abzugeben, aber genug um einige auffällige Unterschiede feststellen zu können. Den Anfang macht damit der wichtigste Teil unseres Alltags. Die Mahlzeiten.
Getrenntes Zusammenleben
Der Mensch ist ein Rudeltier. Schon unsere frühen Vorfahren waren gezwungen, sich zu Gemeinschaften zusammenzuschließen, um sich besser vor Fressfeinden und eventuell lebensbedrohlichen Witterungsbedingungen schützen zu können. Aus diesem Zusammenschluss heraus entstand das soziale Leben, dass wir heute kennen.
Erdbeben 2 ... Die Erde bebt! - Menschen erzittern vor der Naturgewalt
Die Erde bebt, die Zeit scheint still zu stehen. Ungläubig sehen meine Augen die vor mir schwankenden Platanen, welche mir die enorme Bewegung des Bodens auf dem ich stehe erst wirklich bewusst machen und mich erschrecken. Dennoch begreifen kann ich es nicht und so bleibe ich im ersten Moment wie angewurzelt stehen, bewegt nur durch die Erschütterungen des Bebens – erschreckt vielmehr jedoch durch die anhaltend aufgeregten Schreie aus der Nachbarschaft.
Erdbeben 1 ... Guten Morgen?
Was ist das. Ein dumpfes Rumpeln und alles scheint sich irgendwie auseinander zu bewegen … ein Erdbeben und was für eins. In großen Wellen hebt sich der Boden auf und ab, die Lampen schaukeln an ihren langen Kabeln wild hin und her, die Stehlampe neben meinem Bett eiert zunächst auf der Stelle, bevor sie beinahe anmutig auf mich drauf fällt, das halbleere Wasserglas neben meinem Bett schwappt über und meine Brille verschwindet unauffindbar unter meinem Bett.
Der Heimtrainer für Christen
Die Religion spielt im Alltag der Costa-Ricaner eine deutlich größere Rolle als beim Durchschnittsdeutschen. Fast in jedem Heim findet man an den Wänden kitschige Bilder von Jesus, Maria und allerlei Schutzheiligen, gepaart mit Bibelstellen oder Segenssprüchen. Manch einer hat sogar seinen eigenen kleinen Altar, mit Kerzen, Lichterketten und kleinen Figürchen, die mich an unsere Weihnachtskrippe erinnern.
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12-10-17 20:58:00, 




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