Kategorie: "Land & Leute"
Ein Toter vor der Haustür
Letzte Woche Mittwoch saß ich gemütlich in der Küche und habe ein wenig Gitarre gespielt, als plötzlich mein Mitbewohner Lizandro kam: Da draußen liegt ein Toter!. Mit ein paar Nachfragen bekam ich heraus, was er gesehen hatte - ein geschrottetes Motorrad und ein toter Fahrer, daneben zwei Autos, die angehalten hatten.
Die Menschenrechte der Indigenen in Costa Rica
Viele Mitglieder der costaricanischen Mehrheitsbevölkerung, die sich im Denken von Hautfarben- und Rassenideologien als Weiße oder sogenannte Mestizen, Nachkommen europäischer Eroberer und sogenannter Indigener, kategorisieren (lassen), denken, wenn sie an Indigene, d.h. die Nachfahren derjenigen, die schon vor der Entdeckung der Europäer und deren Sklavenimporten von Schwarzen hier siedelten, denken, an Menschen, die rückständig und in Armut leben, schlecht gebildet sind das ist zumindest nach über einem Jahr Aufenthalt hier mein Eindruck. Eigentlich wissen viele Nicht-Indigene gar nicht so recht, an was sie denken sollen, bzw. haben nur vage Vorstellungen vom Alltag in einer indigenen Gemeinschaft. .
Sozialleben

Arbeiten, wo andere gerne urlauben würden
Nach viereinhalb Monaten im abgelegenen Dörfchen El Sur und auf der etwas einsamen Station im Korridor, habe ich nun gegen Ende meines Costa Rica Aufenthaltes noch die Möglichkeit in dem Bergdorf Llano Bonito mitzuarbeiten und mein Spanisch aufzubessern, noch ein bisschen mehr von den Menschen und der Kultur Costa Ricas mitzubekommen und etwas über den Kaffeeanbau und die Weiterverarbeitung zu erfahren.
Der Duft von Pferdeschweiss und Bier
Ich wohne unweit der Stadt Quesada, genauer gesagt in einem winzigen Dorf namens Platanar. Hier ist nicht viel los. Deshalb freue ich mich um so mehr als der lokale Fernsehsender die Gran Tope (die grosse Herde) in Quesda ankündigt. Dabei handelt es sich um ein Fest mit einer Pferde-Parade, die durch die Stadt zieht, mit viel Musik, Spass und Halligalli. So die Ankündigung. Meine Gastschwestern wollen auch mit. Super, ein Sonntagsausflug!
Unser Dorf soll schöner werden!
Hier in San Ramón, dem Stadtteil von Río Claro, in dem ich seit über einem Jahr lebe, gibt es, wie in den meisten ländlichen Gegenden Costa Ricas wenig Bewusstsein über den Umgang mit Müll und der Umwelt.
Weihnachtsvorbereitungen
Samstag, 25.11.13 in Llano Bonito - Heute schmücken wir endlich den Weihnachtsbaum. Ich warte schon sehnsüchtig darauf, die anderen Häuser funkeln und glitzern nämlich alle schon und ich dachte schon ich wäre an die einzige Familie hier geraten, die sich dem Weihnachtswahnsinn widersagt. Tut sie aber nicht!
Kindertag und Bücherspenden Ein Besuch in der Bibliothek von Puerto Jimenez.
Manche Anlässe werden weltweit gefeiert, sind aber auch überall unterschiedlich wichtig, oder fallen auf unterschiedliche Daten. Am 15. August war Muttertag. Es überraschte mich, dass das hier ein komplett arbeitsfreier Feiertag ist. Gleichberechtigung ist hier weniger, die Unterschiede zwischen Geschlechterrollen dagegen relativ deutlich ausgeprägt immer wieder überrascht es männliche Freunde im Dorf, dass ich selbstverständlich Kokosnüsse von der Palme hinter meinem Wohnhaus ernte und schäle, dass ich freiwillig eine Schaufel zur Hand nehme, um den mit Schlamm verstopften Abwasserkanal um ein Haus freizugraben, dass meine Haare für Frauen zu kurz sind, und meine Hosen zu lang, dass ich mich so gut wie nie schminke, und wenn, dann mein ganzes Gesicht mit bunten Farben bemale.
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13-12-09 22:10:00, 
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