Sommer in Guanacaste - Warten auf Regen
Während Europa gerade wieder abkühlt und vielleicht noch einen Aprilschnee kriegt, herrschen hier im Nordwesten Costa Ricas ganz andere klimatische Verhältnisse vor. Warm und trocken, ausgedörrtes Land. Das gilt besonders für die Provinz Guanacaste im Nordwesten des Landes, die im Vergleich zum restlichen Teil des Landes seit Wochen und Monaten kaum Wolken am Himmel gesehen hat, indessen andere Regionen Costa Ricas regelmäßig vom Regen überschüttet werden. Im Gegensatz dazu kann ich mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann es hier das letzte Mal geregnet hat – wahrscheinlich Ende November.
Die Finca von Don Felix
Meine Tage in El Saíno de Pital, San Carlos, sind gezählt. Der zweite und erstmal letzte Freiwillige von Pro REGENWALD hier zieht weiter. Nach über vier Monaten in der kleinen Gemeinde, halte ich es für angebracht, noch einmal etwas zu meinem Gastgeber Don Felix und seiner Finca zum besten zu geben...
Die moderne Abbildtheorie
In den Hochkulturen des antiken Europas diskutierten die Anhänger Platons und Aristoteles ihre Vorstellungen der Abbildtheorie. Die Frage war, ob nun beispielsweise verschiedene Bäume in unserem Umfeld in uns die Idee davon schaffen, was ein Baum ist oder ob umgekehrt bereits irgendwo die Idee eines Baumes existiert, deren Abkömmlinge oder Interpretationen die realen Bäume dann sind. Im Falle der Bäume ist das noch immer nicht so ganz geklärt, aber auf dem Feld der Bananen beispielsweise wurden schon erhebliche Fortschritte erzielt.
Recht auf Leben
Für viele Menschen sind die Gesetze das oberste Gebot. Es gibt sie nicht umsonst und sie sind wichtig. Aber sie stehen nicht über allem. Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Stehen Gesetze über dem Leben?
Nochmals Musterland: pazifistische Costa Rica
Costa Rica ist eines der wenigen Länder weltweit, das (zumindest offiziell) auf militärische Stärke verzichtet und demnach keine Armee unterhält. Zuständig für die innere Sicherheit sind die Fuerzas Públicas, Costa Ricas riesiger Polizeiapparat, dem üble Gerüchte über Korruption und Inkompetenz nachgesagt werden. Nun ja „Selbst ist der Mann!“, wozu brauch man also offizielle Behörden, wenn es doch so einfach ist Haus und Familie selber zu schützen, vorausgesetzt man nennt eine Schusswaffe sein eigen.
Als ich die Säulen der Welt fasste
Ein Flackern aus der Tiefe. Seicht. Verschwommen. Weit entfernt. Im schmalen Lichtkegel, den die Öffnung im Fels der Sonne als Durchlass gewährt, nehme ich den Gruß war, den der Schatten meines Armes mir von der strahlenden Kalksteinfläche inmitten des dunkelsten Schwarz der Höhle zurückschickt.
Die Frage der Sicherheit
Costa Rica gilt im lateinamerikanischen Vergleich als sicherstes Land, auch in europäischer Vorstellung ist es das wohl, wobei man auf dieses Bild natürlich nicht zu viel geben darf. Nach Ermessen der Einheimischen scheint es jedoch nur vor Gefahren zu wimmeln, Diebe und Mörder überall, wirklich trauen kann man nur der durch sehr enge Freunde erweiterten Familie. Woher rührt diese Diskrepanz? Dass in der Proklamation als Urlaubsland, welches fast nur aus Stränden bestehe, der Aspekt der Kriminalität außen vor gelassen wird, ist eigentlich obsolet zu erwähnen, aber ich wage zu behaupten, dass auch die Wahrnehmung der Ticos getrübt ist.
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