Neobiota: Die schöne Gefahr
Bei unserem Besuch im Smithsonian Institut auf Bocas del Toro (Panama) macht uns ein Mitarbeiter auf die Problematik um den Lionfish (Pterois volitans) oder auch Feuerfisch aufmerksam. Dieses äußerst hübsch aussehende Tierchen, hat im Atlantik nichts zu suchen, denn sein Verbreitungsgebiet ist der Indopazifik und das Rote Meer. Unklar ist, was den Fisch in den Atlantik gebracht hat. Aquarianer könnten ihn ausgesetzt haben oder Jungtiere sind mit dem Ballastwasser der Schiffstanks ins offene Wasser gelangen.
Kräutergarten
Das Indianerdorf Las Vegas liegt weit abseits und ist recht abgeschnitten von der Außenwelt. Die Verpflegung hängt zum großen Teil auch von eingekauften Lebensmittel ab. Die Versorgung an sich ist sehr einfach oder ärmlich. Die Waldfläche ist klein und stark übernutzt und man hat oft den Eindruck, die Einheimischen halten ihr traditionelles Wissen verborgen bzw. wenden es nicht mehr an.
Geldneurosen, oder wie ich lernte, den Wohlstand zu lieben
Die Welt geht unter! Schon wieder? Eigentlich tut sie das ständig, die menschliche Definition dazu ändert sich nur. Waren es früher göttliche Apokalypse oder Weltkriege sind es heute Atomkatastrophe und Finanzkrise. Und mittendrin Milliarden Suchende, die sich nach einem unbeschwerten Leben und unbeschränkter Freiheit sehnen.
Riteve, der Tico-Tüv
Man gewinnt in mittelamerikanischen Ländern den Eindruck, auf Fahrsicherheit und Verkehrsregeln wird nicht viel gegeben. Ich sah 14-jährige Jungs auf Motorrädern - natürlich ohne Helm - die ihre Mütter zum Einkaufen fuhren. Oder schrottreife Laster, die die Campesinos (Farmer) in ihren Dörfern mit Gemüse beliefern. Ebenso knattern regelmäßig Quad- und Motorcrossfahrer durch unser Dorf und gehen meistens an der Bar noch ein paar Bier trinken. Doch dies spielt sich alles abseits der geteerten Straßen ab. Hier trifft man selten Polizisten, die sich für die Fahrtauglichkeit von Vehikeln oder deren Fahrer interessieren.
Applaus: Ohne Spender keine Bäume
Nachdem wir in Costa Rica nun doch schon einige Monate unserer Arbeit nachgehen und mit dem Schimmel und anderen Ausprägungen der Biodiversität unsere Kämpfe ausfechten, droht man gelegentlich zu vergessen, was für ein Unterstützerumfeld in der Heimat im Hintergrund mitwirken muss, damit hier etwas vorangeht.
Das grüne Monster
Es streckt seine Arme auf vielfältige Weise nach dem aus, was der Mensch produziert hat. Schleichende biologische Kriegsführung. Sporen von Schimmelpilzen, Algen, Flechten und Moosen bilden die Vorhut. Es folgen Flugsamen schwachzehrender Pionierpflanzen, sie sind die Fallschirmjäger der Natur. Bei erfolgreicher Keimung und halbwegs günstigen Bedingungen beginnen sie das Einsatzgebiet zu besetzen und sich fast autark zu vermehren. Eingesetzt gegen den Willen des Menschen, die Natur zu unterjochen und zu beherrschen. Seine Errungenschaften zu zerstören und ihn eines Besseren zu belehren. Plastik schmeckt dem grünen Ungetüm nicht so gut, daran hat es lange zu kauen. Aber an Beton, Metall und bearbeitetem Holz findet es Gefallen.
Das Bäumepflanzen geht weiter
Nach unserer ersten Baumpflanzaktion in unmittelbarer Nähe der Station in El Sur, richten sich die derzeitigen Aktivitäten auf die Länder rund um die Außenstation Cascarillo. Cascarillo befindet sich auf halbem Wege zwischen El Sur und der Bergspitze des Turrubares (und der dortigen Station Potenciana) und bildet die Mitte des Korridors.
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11-07-14 14:57:00, 






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